Meine kleine Bongo-Schule - Clarissa Hinterthaner

So macht Trommeln Spaß

Clarissa Hinterthaners (1961-2000) zweibändige Bongo-Schule ist für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren geeignet und erzählt anhand einer bilderbuchartigen Geschichte mit kolorierten Zeichnungen, wie vier Kinder das Trommeln in ihrer Band „KA-LE-BA-SCHI“ lernen. Die Bände bauen aufeinander auf, können aber auch separat voneinander im (Einzel- oder Gruppen-) Unterricht eingesetzt werden.

Der erste Band „Meine kleine Bongo-Schule“ beginnt mit den musikalischen Grundlagen. So lernen die Kinder anhand von Sprache die rhythmische Notation und erste traditionelle Rhythmen und Techniken des afro-karibischen und afro-brasilianischen Kulturraums, die in der heutigen Unterhaltungsmusik eingesetzt werden. Die Anfangsbuchstaben der Kinder werden zu vier Sechzehntel „KA-LE-BA-SCHI“, die dann im Laufe der Geschichte zu unterschiedlichen Rhythmusgruppen zusammengesetzt werden: KA-BA für zwei Achtelnoten, KA-LE-BA für zwei Sechzehntel und eine Achtel und so weiter. Aber auch erste Spieltechniken, die den Klang der Instrumente beeinflussen und verändern, werden eingeübt: Flam (Vorschlag), Wirbel oder Glissando.

In einem weiteren Schritt soll das Rhythmusgefühl und die Koordinationsfähigkeit der Kinder gefördert werden; damit eignet sich diese Schule als Einstieg und Vorbereitung auf den Schlagzeugunterricht. Die Schule ist für den Gruppenunterricht ausgelegt, da die Kinder schon früh das Musizieren in einer Gruppe lernen. Daher ist es empfehlenswert, wenn der Lehrer die Stücke mit einem Melodieinstrument (ob Flöte, Gitarre oder Klavier) begleitet.

Nachdem im ersten Band die Kinder den Notenwerten Silben zugeordnet haben, endet der Band mit einem Kapitel über die „Erwachsene Notenschrift“, indem die richtigen Notenwerte den Silben zugeordnet werden. Damit ist der Übergang zu weiterführenden Materialen geschaffen.

Auch im zweiten Band „Meine große Bongo-Schule“ arbeitet die Autorin mit der Verbindung von Sprache und Rhythmus und den im ersten Band eigeführten Silben für die Notenwerte. Der Schwerpunkt von Band 2 ist das Erlernen von Rhythmen, die in unterschiedlicher Schreibweise gleich klingen können. Durch das Einstudieren der Rhythmen über die Sprache wird dieser Sachverhalt bei den Kindern verinnerlicht. Im Laufe der Geschichte lernen die Kinder Spieltechniken wie „Daumen-Finger-Technik“ oder „Laut und Leise“. Im Zuge von Übungen zu Akzentverschiebungen wird auch der Takt und Pausenwerte eingeführt. Traditionelle Rhythmen, die in dem zweiten Band thematisiert werden sind: Martillo, Samba, A Caballo und Calypso. Koordinationsübungen, bei denen mit abwechselnden Handschlägen gleichzeitig die Rhythmen gespielt werden, stellen die Kinder vor neue Herausforderungen. So wie die Geschichte der vier Trommelkinder mit einem Schulkonzert endet, können die erlernten Spielstücke des zweiten Bandes auch in Vorspielen vorgeführt werden.


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