Das neue Folklorebuch - Jürgen Kumlehn

Folklore als Musik des Volkes.

Mit seinem bewährten didaktischen Konzept hat Jürgen Kumlehn „Das neue Folklorebuch“ geschrieben. Er hat ein praxisgerechtes Spielbuch verfasst, da alle Stücke in Tabulatur und Notenschrift notiert und die benötigten Griffdiagramme und Leadsheets vermerkt sind. Ebenso gibt es zu jedem Stück Informationen zu Geschichte, Stil, bekannten Künstlern und Instrumentarium der jeweiligen typischen Folklore. Die Kapitel des Buches hat der Autor in die folgenden Stile untergliedert:

In Kapitel 1 stellt er die Nordamerikanische Folklore vor, die ihre vielfältigen Wurzeln bei den irischen, den jüdischen und französischen Einwanderern und den Indianern Nordamerikas findet. D.h. die Ursprünge kommen aus der europäischen Musik und dementsprechend setzt sich das Instrumentarium aus Geige, Akkordeon, Gitarre, Mundharmonika und Klarinette zusammen. Kapitel 2 widmet sich dem Gospel & Spirituals. Aus dieser Kirchenmusik der schwarzen Bevölkerung Amerikas entwickelten sich Musikstile wie Soul, R & B, Rock’n’Roll oder Funk. Im Kapitel über die lateinamerikanische Folklore beschränkt sich der Autor auf drei Stücke, da es so viele Einflüsse aus Spanien, Portugal, Afrika und der Karibik gibt, so dass man darüber ein eigenes Buch schreiben könnte. Seine gewählten Stücke stammen aus Kuba, Jamaika und Mexiko. Die letzten drei Kapitel beschäftigen sich mit der irischen, der englischen und deutschen Folklore. Während der Autor sich für Trinklieder entschieden hat, um die Lebendigkeit und Geselligkeit der Iren und Engländer näher zu bringen, definiert er die deutsche Folklore als Volkslied aus dem 19. Jahrhundert und früher.

In der Auswahl der gewählten Stücke greift der Autor auf bekannte Klassiker zurück. „Amazing Grace“ findet sich im Kapitel über die nordamerikanische Folklore, „Down by the River Side“ oder „Oh happy Day“ bei Gospels. „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und „Ein Männlein steht im Walde“ sind ein Beispiel für das deutsche Liedgut.

Dieses Buch ist liebevoll gestaltet und zeigt, dass Folklore Musik des Volkes ist und die Gitarristen die landes- und stiltypischen Merkmale spielen lernen.


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