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Die AMA-Gitarrenschule für Kinder

Die AMA-Gitarrenschule für Kinder
  • für Konzertgitarre
  • Noten/Akk
  • s/w Illustrationen

von Ingo Brzoska

Die musikalische Grundausbildung für kleine Gitarristen ab sechs Jahren.

Buch , 109 Seiten
+ CD (Hörbsp. + Play-backs)

Beispielseiten ...

Hörprobe 1 (Aus Spanien)

Hörprobe 2 (Saitentanz)


Art.Nr.: 610189
ISBN 978-3-927190-92-4
ISMN M-700136-61-1

19,95 EUR

incl. 7 % MwSt. exkl.Versandkosten

Vorwort

Das Einstiegsalter für den Gitarrenunterricht ist in den letzten Jahren ständig gesunken. Viele Kinder möchten heute schon ab ca. sechs Jahren mit dem Gitarrenspiel beginnen. Bedingt ist diese Entwicklung im wesentlichen durch zwei Faktoren, die auch dafür sorgen, daß Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen in den Unterricht kommen:

Zum einen sorgt der starke Ausbau der musikalischen Früherziehung für eine beständige Nachfrage von Kindern, die bereits früh in den Instrumentalunterricht wollen; diese Kinder haben bereits erste musikalische Erfahrungen gemacht und haben schon eigene Vorstellungen über den Musikunterricht. Zum anderen ist allgemein zu beobachten, daß Kinder in vielen Lebensbereichen früher gefördert werden. Kinder, die durch diese Entwicklung ohne den Besuch eines musikalischen Elementarkurses in den Gitarrenunterricht kommen, haben noch keine musikalischen
Vorkenntnisse, sie kommen ohne vorgeprägte Erwartungen zum Unterricht.

Viele bewährte Unterrichtsmaterialien für den Gitarrenunterricht gehen noch von einem Anfangsalter von ca. 10 Jahren aus. Der Unterricht mit der Altersgruppe der Sechs- bis Neunjährigen inzwischen allgemein als "frühinstrumentaler Gitarrenunterricht" bezeichnet - benötigt jedoch anderen Unterrichtsstoff. Die Kinder dieser Altersstufe haben andere Anforderungen an den Unterricht und sie bringen andere motorische, kognitive und soziale Voraussetzungen mit. Der
Gitarrenunterricht muß in Methodik und Didaktik sorgfältig auf das Leistungsvermögen dieser Altersgruppe abgestimmt werden, um sichere Grundlagen zu schaffen und anhaltende Leistungsanreize zu bieten.
Diese Gitarrenschule für Kinder bietet Unterrichtsmaterial und einen Unterrichtsweg, der in vielen Jahren durch praktische Erfahrung entstanden ist.
Der Aufbau ist orientiert an einer allmählichen Progression, die in kleinen, aufbauenden Schritten die grundlegenden musikalischen Elemente und Spieltechniken einführt. Dabei liegen verschiedene Prinzipienzugrunde:

Anschlagstechnik:
Ausgangspunkt ist der Daumenanschlag mit angesetzten Fingern (an der ersten Saite). Hiermit kann eine gute, kontrollierte Arm- und Handhaltung erreicht werden; gleichzeitig wird durch den in diesem Alter sicher ausführbaren Daumenanschlag eine gute Tonvorstellung und eine gute Tonqualität gefördert.
Als nächster Schritt ist der angelegte Anschlag (Apoyando) als Einfingeranschlag und/oder als Wechselschlag vorgesehen. Das "Apoyando" ist für diese Altersgruppe wichtig, um noch vorhandene motorische Unzulänglichkeiten durch die sichere Anschlagsbewegung aufzufangen und die Tonqualität auszubauen. Der freie Anschlag (Tirando) sollte allerdings nicht zu spät eingeführt werden, um eine einseitige technische Fixierung zu vermeiden. In dieser Schule wird der Tirando-Anschlag in einfachen Begleitungen eingesetzt, die überwiegend mit p und i bzw. mit p und m
gespielt werden. Unbenutzte Finger sollen hier unbedingt als Stützpunkte auf den Saiten eingesetzt werden, um eine gute Haltung und die Bewegungsrichtung der Finger kontrollieren zu können.

Tonraum:
Das Erlernen der Töne erfolgt in der ersten Lage, ausgehend von den Leersaiten. Ungewöhnlich ist vielleicht der Aufbau vom gegriffenen a auf der dritten Saite zum d-moll-Fünftonraum. Aber dieser Weg bietet eine Reihe von Vorteilen:
Der Mittelfinger als zentraler Greiffinger spielt eine wichtige Rolle für die Treffsicherheit; durch das Greifen auf der dritten und vierten Saite sind Fehlhaltungen der linken Hand leichter zu verhindern; dieser Tonraum entspricht einer angenehmen Singlage der Kinder. Die Einführung der zweiten Saite ist verbunden mit dem Einsatz des vierten Fingers im dritten Bund. Dies entspricht der natürlichen Handspanne der Kinder und fördert eine flexible Handhaltung.

Musikalische Elemente:
Entwickelt werden soll ein sicheres Gefühl für das Metrum, Taktakzente und die Notenwerte (Ganze, Halbe, Viertel und Achtel). Phrasierung und Dynamik sind einige Male als Beispiele angegeben; die musikalische Gestaltung sollte jedoch für jedes Stück im Unterricht festgelegt werden.

Didaktische Konzeption:
Günstig ist in dieser Altersklasse der Gruppenunterricht mit zwei bis vier Schülern, der eine abwechslungsreichere Stundengliederung zuläßt. Bei vielen Stücken können mehrere Kinder beschäftigt werden; gleichwohl kann im Einzelunterricht auch alles mit einer Gitarre realisiert werden. Die Begleitsätze sind in der Regel der jeweiligen Ausbildungsstufe angepaßt. Bei einigen wenigen Stücken greifen die Begleitungen im Tonumfang oder in der benötigten Spieltechnik voraus; sie sollen im weiteren Verlauf der Schule nachgeholt werden.
Die Akkordbezifferung ist als Ergänzung für die Lehrkräfte gedacht. Fingersätze sind für beide Hände nur dort sparsam angegeben, wo ein bestimmtes Übeziel erreicht werden soll. Ansonsten soll die Erarbeitung der Fingersätze Bestandteil des Unterrichtes sein, das Ergebnis kann ohne Verwirrung durch ausgedruckte Vorgaben eingetragen werden. Einige Stücke sind z.B. auch in der zweiten Lage mit oder ohne Verwendung von Leersaiten gut spielbar.
Als erweiterndes Element ist der Einsatz von zusätzlichen Instrumenten vorgesehen. Es sollten mindestens: eine Handtrommel, eine Triangel und Klanghölzer vorhanden sein. Schön wären daneben auch Stabspiele (möglichst ein Tenor/Baßxylophon) und klingende Baßstäbe im Umfang einer Oktave, die die Akkordbezifferung mitspielen können.
Viele Melodien können ebenfalls gut auf Sopran-/Altblockflöte oder anderen Melodieinstrumenten gespielt werden, so daß die Zusammenarbeit mit anderen Instrumentalklassen gefördert werden kann.

Diese Gitarrenschule für Kinder strebt in vielen Punkten eine offene Gestaltung im Unterricht an. Die Schüler sollen in vielfältigen Bereichen beteiligt werden (z.B. Fingersätze, musikalische Gestaltung), um so die Vielfalt der Möglichkeiten besser kennenzulernen und ihre Selbständigkeit zu entwickeln.
In den textlichen Erläuterungen sind deshalb auch nur wichtige, grundsätzliche Dinge erklärt. Individuelle Anpassung an Haltung und Spieltechnik müssen mit Anleitung der Lehrkräfte im Unterrichtthematisiert werden, um unnötige Verwirrungen zu vermeiden.

Inhalt

Systematische Übersicht

Allgemeine Grundlagen
Instrument, Bezeichnungen, Zubehör
Sitzhaltung
Leersaiten (Saitenquiz; ein kleiner Zoo; Begrüßungsspiel; Was ist hier passiert?; Saitensprünge; Daumentanz; Alles wahr, oder was?; Glocken; Begleitungen zu verschiedenen Stücken)
Daumenanschlag
Metrum und Taktarten
Notenwerte
Vorzeichen

Einführung der Töne
G-Saite: gegriffenes a
(Der erste Griff; So oder so; Drei Übungen mit Schlagwerk; Auf und ab; Abzählvers; Hin und her; Zaubersprüche 1-3; verschiedene Begleitungen)

D-Saite: Quintraum d - a
(Drei Übungen mit Schlagwerk; Schlaflied; Solo für einen Finger; Treppauf - Treppab; Fing mir eine Mücke heut'; Tierischer Song; Melodie mit Variationen; Laut und Luise; Ungarische Melodie; Sascha liebt nicht große Worte; Solo für zwei)

H-Saite: Quintraum g - d
(Abzählspruch; Fingerjogging; Skandinavischer Tanz; Hallo Echo?; Ratelieder; Melodie aus England)

Oktavraum d - d
(Von D-D; Verfolgungsjagd; Aus Spanien)

Sextumfang g - e'
(Taler, du mußt wandem; Übekanon; Jimbo; Miniblues Nr.1)

Hohe E-Saite

auf den drei Melodiesaiten
(English song; Stolper-Walzer; Abendlieder; Pyramide; Saitentanz; Der Kreisel; Schlängelei)

A-Saite
(Hier tanzt der Bär; Schlaflied; Miniblues Nr.2; Achterbahn)

tiefe E-Saite
(Drehwurm; King Kong; Hoch und tief; Begleitungen zu verschiedenen Stücken; Karawane; Frühlingslied)

Anschlag
Daumenanschlag
Anschlag mit den Fingern (Apoyando; Wechselschlag)
Tirando (Wechsel Daumen und Finger)
(Der Jahreskreis; Auf der Mauer, auf der Lauer; Preludio; Total platt; Tanz; Ständchen; English song; Schlaflied; Tagtraum; Schwedischer Erntetanz; Fata morgana)

Notenwerte
Viertel, Halbe und punktierte Halbe
Ganze Noten
Pausen
Achtelnoten
(Karawasaharawa; Am Ufer des Ohio; Skip to my lou; Zwei Kanons in F-dur; Boogie-Woogie; Schwedischer Erntetanz; Total platt; Tanz; Ständchen)

Musikalische Elemente
Lautstärke
Tempo
Klangfarben



Verzeichnis der CD Titel

01 Die Saiten der Gitarre
02 Der Daumenanschlag mit Ansetzen
03 Der Daumenanschlag ohne Ansetzen
04 Fing mir eine Mücke heut'
05 Daumentanz
06 Alles wahr, oder was?
07 Glocken (Kanon für zwei Gitarren)
08 Übung Nr. 1 auf der G-Saite im Vierertakt
09 Übung Nr. 2 auf der G-Saite im Dreiertakt
10 Übung Nr. 3 auf der G-Saite im Zweiertakt
11 Abzählvers ohne Worte
12 Hin und her
13 Zauberspruch Nr. 1
14 Zauberspruch Nr. 2
15 Zauberspruch Nr. 3
16 DieTöne auf der D-Saite
17 Solo für einen Finger
18 Ein tierischer Song
19 Melodie mit Variationen
20 Ungarische Melodie
21 Solo für zwei
22 Abzählspruch
23 Fingerjogging
24 Skandinavischer Tanz
25 Verfolgungsjagd
26 Aus Spanien
27 Jimbo
28 Stolper-Walzer
29 Schlaflied
30 Saitentanz
31 Der Kreisel (Etüde für zwei Gitarren)
32 Miniblues Nr. 2
33 Hier tanzt der Bär
34 Miniblues Nr. 2
35 King Kong
36 Der Jahreskreis
37 Karawasaharawa (für zwei Gitarren)
38 Am Ufer des Ohio
39 Schlängelei
40 Boogie Woogie (Baß und Melodie)
41 Fata morgana
42 Total platt (Dat du min leevsten büst)
43 Tanz
44 Ständchen
45 Tagtraum

Rezension(en)

"Didaktisch hervorragend ausgearbeitet ist das Buch eine Fundgrube für Lehrer und Schüler - simpel und interessant erklärt, immer schön praxisnah und mit vielen kleinen auflockernden spielerischen Übungen versehen. [...] Mit ersten "richtigen" Songs am Ende des Buches [...] ist dem Schüler ein erstes Erfolgserlebnis sicher! Hervorzuheben ist die CD, fast als eigenständiges Lernwerkzeug zu verwenden." (Gitarre & Bass, 8/98)

"Vorliegender Kurs empfiehlt sich bevorzugt für den Gruppenunterricht. In kleinen, aufbauenden Schritten wird in Anschlagtechniken, die Töne der 1. Lage, Tonarten, Notenwerte und dynamische Elemente eingeführt (kein Akkordspiel), jeweils erprobt an kleinen Musikstückchen. 45 davon sind auf den entsprechenden Tracks der beiliegenden CD leicht aufzufinden [...] Ein durchdachter Lehrgang für Unterricht und häusliches Üben. Auch für den Erwachsenenbestand." (ekz-Informationsdienst, 10/98)


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