Djembé-Spiel - Alexander Kästli

Durch die Leidenschaft zum Djembé-Spiel im Gruppenunterricht hat der Schweizer Alexander Kästli mit „Djembé-Spiel“ eine Schule für Anfänger, Fortgeschrittene und Wiedereinsteiger geschrieben. Mit dieser Schule schafft der Autor einen Übergang vom musikalischen Grundkurs zum Djembé- und Schlagzeugunterricht, da die Handtrommeln – zu denen auch die Djembé gehört – in vielen Ländern als Starthilfe für das Erlernen anderer Instrumente eingesetzt werden.

Die Schule gliedert sich in einen Praxis- und einen Theorie-Teil. Im Theorie-Teil lernt der Schüler alles über das Instrument (Herkunft, Einsatzbereich und Material) und für den Lehrer gibt es ein separates Kapitel über das Thema Gruppenunterricht. Da der Schüler in der Gruppe Vergleichsmöglichkeiten zu anderen hat und damit Unterschiede in den Spielweisen beobachten und seine Eigene verändern kann, kann auch jeder Schüler eine Lehrfunktion übernehmen. Daher geht der Autor ausführlich auf Themen wie: Pädagogik, Lernziele, Rangordnung, Konkurrenz, Gruppengrößen und Konzentration ein. Denn im Gruppenunterricht geht es immer um das gemeinsame Musizieren, Kommunizieren und Motivieren.

Im Praxis-Teil werden alle Grundspieltechniken in Noten, Wort, Bild und Ton erklärt. So geht es nach der Einführung zu Schlagtechniken, Spielpraxis und Zeichenerklärungen ans Spielen: nach den einfachen Djembé-Übungen geht es weiter mit Djembé-Grooves für Fortgeschrittene (16tel, Shuffle und Akzente) und Djembé-Melodien. Hier werden die traditionellen Standardbegleitungen von Musikformen wie Kondumba, Bambino, Bumba, Filia oder Déjá-vu vorgestellt und eingeübt. Eine CD dient als hilfreiche Orientierung bei der rhythmischen Umsetzung der Stücke.

Ein separates Kapitel widmet sich der kindgerechten Rhythmussprache, die auch hier für den Lehrer pädagogisch wertvolle Tipps gibt: mit Hilfe von Silben und Wörtern werden rhythmische Zusammenhänge und Noten begreiflich gemacht. So ist diese Schule auch für kleine Kinder geeignet, die nach der Früherziehung an die Instrumentenwahl herangeführt werden sollen.

Fazit: die Schule ist sprachlich ein sehr klarer und pädagogisch durchdachter Leitfaden für den Gruppenunterricht und kann von den Lehrern als Alternative zum Orff-Unterricht verwendet werden.


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