AMA Acoustic Blues Guitar - Jürgen Kumlehn

Jürgen Kumlehn ist als Live- und Studiogitarrist (Tourneen mit deutschen und internationalen Künstlern wie z. B. Eartha Kitt, Roland Kaiser, Howard Carpendale, Georg Danzer, Drafi Deutscher, Dieter Bohlen, Annett Lousian, Vicky Lenadros) tätig und war Absolvent des Studienganges Popularmusik an der Hochschule für Musik in Hamburg. Er hat mit „Das neue Gitarrenbuch“ – neben zahlreichen veröffentlichten Büchern („Das neue E-Gitarrenbuch“, „Die AMA-Gitarren-Grifftabelle“) – beim AMA Verlag einen Bestseller unter den Gitarrenschulen geschrieben.

Seine Schule „AMA Acoustic Blues Guitar“ widmet sich den grundsätzlichen Spieltechniken des Blues auf der Akustikgitarre und der Stoff wird von Jürgen Kumlehn in bekannter Art pädagogisch gut aufbereitet.

In den ersten drei Kapiteln stellt Jürgen Kumlehn die wichtigsten Elemente des Blues vor: die Geschichte, elementare Spieltechniken des Fingerpicking und die Bausteine des Blues. Von Kapitel vier bis sieben lernt der Schüler alles über den Fingerstyle-Blues. So wird in einem Kapitel anhand von 20 Übungen die rhythmische Unabhängigkeit zwischen Daumen und den restlichen Fingern der rechten Hand trainiert. In fünf verschiedenen Gruppen werden unterschiedliche Daumenanschläge trainiert: Viertelnoten mit Grundtönen, Viertelnoten mit Wechselbass, Viertelnoten mit Walking-Bass, ternäre oder binäre Achtelnoten und abgedämpfte Bassnoten in Vierteln oder Achteln. Kapitel fünf stellt die typischen Blues-Techniken zur Tonformung vor: Slide, Hammer-on, Pull-off, Vibrato und Bending bzw. Release Bending.

In Kapitel sechs geht es ans Eingemachte: mit 30 kleinen Blues-Stücken soll der Schüler zum Spielen motiviert werden und die Rhythmen bauen in ihrer Komplexität aufeinander auf. Dabei sind die Licks immer an den Stil der bekannten Blues-Größen Robert Johnson und Big Bill Broonzy angelehnt.

Neben den unzähligen Rhythmuspattern vergisst Kumlehn auch das Ensemblespiel nicht. So gibt es in Kapitel sieben drei Songs für zwei Gitarren, die in Notenschrift und Tabulatur ausnotiert sind. Auf der CD sind alle Übungen und Stücke eingespielt, damit der Spieler den „Spirit“ des Blues versteht.

Weitere Kapitel widmen sich dem Flatpik (mit Plektrum), der Improvisation und dem Slide-Spiel. Stilistisch hat das Buch viel zu bieten: das Material erstreckt sich von Delta bis Folk-Blues, aber auch Balladeskes und Modernes wird nicht vergessen. Am Ende dieser Schule hat der Gitarrist das Rüstzeug, auch die Blues-Originale, auf die der Autor zu sprechen kommt, nachzuspielen.

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