Napoleon und die Zirkus-Maus - Manfred Schmitz

„Ein kleiner Wanderzirkus hatte in dem Städtchen viele Vorstellungen gegeben. Viele Kinder hatten sich über die Späße der Clowns gefreut, die Artisten bewundert und die Tiere bestaunt.

Jetzt war es an der Zeit, das große Zirkuszelt abzubauen, in eine andere Stadt weiterzuziehen. Dort wartete man schon sehnsüchtig auf die Zirkusleute.

Es war immer aufregend und viel Hin und Her, bis alle Tiere und Tierchen sicher in ihren Wagen untergebracht waren, bis das große Zelt kunstvoll zusammengelegt war, die vielen Sitzbänke abgebaut und verladen waren.

Die kleine Zirkus-Maus Melinda von der Glocke (so war wirklich ihr Name, er stand nämlich so in ihrem Personalausweis) war manchmal etwas verträumt und unaufmerksam, und so war es passiert, dass sie den letzten Wohnwagen der Zirkustruppe nicht mehr erreichte.

Das war ein großer Schreck!

Traurig und ratlos setzte sie sich auf einen Kieselstein am Wegesrand und weinte ganz bitterlich…“

Mit dieser Einführung beginnt die Geschichte über „Napoleon und die Zirkus-Maus“, die sich gemeinsam auf den Weg machen, um den Zirkus wiederzufinden. Dieses Geschichtenspiel, in welchem der Mäuserich Napoleon eine Zirkusaufführung organisiert um die Wiedersehensfreude mit den Artisten zu feiern, können die Lehrer als Musikschulkonzert fachübergreifend aufführen. So gestalten „Tasten-Löwen“ und „Streich-Artisten“ aus verschiedenen Altersgruppen mit unterschiedlichem Spielvermögen gemeinsam diese spannende Geschichte und können auch durch Eltern oder Großeltern musikalisch unterstützt werden. Sollte ein Zirkusstück aus den unterschiedlichsten Gründen nicht aufgeführt werden können, so können die Lehrer die Fassungen kürzen oder auf leichtere Stücke oder andere Lieblingsstücke der Kinder zurückgreifen. Die Stücke sind für folgende Besetzungen komponiert: Klavier solo, Klavier 6-händig, Violine und Klavier undStreicher unisono mit Klavierbegleitung.

Ein Anliegen von Manfred Schmitz war es, mit dieser Komposition den Musikschulen einen Vorschlag zu unterbreiten, wie die traditionellen Musikschulkonzepte im anderen Rahmen stattfinden können. So kann das Werk mit einem Erzähler aufgeführt werden, oder aber die Kinder schlüpfen in die Rollen der Mäuse Napoleon und Melinda und führen ein Rollenspiel auf.

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